Abstieg des HFC, der Weg war vorgezeichnet

Nun ist er da. Der Abstieg des HFC aus der 3. Liga. Wacker geschlagen über 12 Jahre und oft glücklich die Liga gehalten ist es nun vorbei mit der Herrlichkeit und Selbstbeweiräucherung. Nach den finanziellen Turbulenzen in den Jahren 2017 bis 2019 und der fehlenden Einsicht des Vorstandes und des Marketings das sich etwas ändern muss, war es zwangsläufig zu erwarten. Ohne ein Steigerung der Einnahmen und Verringerung der Ausgaben für die Verwaltung, bei gleichzeitiger Qualitätserhöhung des Kaders, war es abzusehen, das die Klasse nicht gehalten werden kann, wenn alle anderen Mannschaften, der Liga deutlich aufstocken können. Auch die Zuschauerzahlen konnten nur unwesentlich nachhaltig erhöht werden.
Ob Sebastian Rose vorher, oder Carsten Voigt und Frieder Diestelhorst nachher, der HFC muss sich anders positionieren. Der Verein ist nicht der große Fußballknaller der Region. Er wird immer größer gemacht als er ist. Dabei ist er ein unterdurchschnittlicher Verein, der mit viel Geschick und Glück in die dritte Liga aufstieg und die Klasse halten konnte ohne eine umfassende Weiterentwicklung.
Dabei ist die Fanbasis schon regional stark begrenzt. Die Vereinspartnerschaften die neue Talente zum HFC delegieren könnte, regional begrenzt und quantiativ und qualitativ viel zu gering, mit einem unverhältnismäßig gewachsenen Wasserkopf.
Deshalb fehlt Geld für den Kader und Geld schießt bekanntlich Tore. Talente aus der eigenen Fußballschule kommen auch nicht wirklich nach und das glücklich Händchen früherer hallischer Scouts ging auch verloren.
Es wird spannend zu beobachten sein, ob sich jetzt in der Regionalliga etwas ändert, außer das reichlich Personal gehen werden muss.
Willkommen in der Realität und schade das sich nach der Überwindung der schwierigen finanziellen Zeiten an den Grundsätzlichkeiten so wenig geändert hat. Das Ergebnis haben wir nun.